Rekordzahlen beim Informatik-Biber 2025

von N.Arendt

Eichendorffschule mit Spitzenbeteiligung bei Deutschlands größtem Informatikwettbewerb

  • 580.960 Schülerinnen und Schüler waren insgesamt dabei
  • Eichendorffschule ragt unter den beteiligten Grundschulen mit 187 Teilnehmenden heraus
  • Preise für besonderes Engagement
  • Aufgaben stammen aus 20 Ländern

 

Moers, Dezember 2025

 

Wo befindet sich Asterios Drache? In welcher Reihenfolge muss ich Adventskerzen anzünden, damit sie gleichmäßig herunterbrennen? Nach welchem Plan funktioniert die Zubereitung des südkoreanischen Gerichts Bibimbap am schnellsten? Beim Informatik-Biber 2025 setzten sich Schülerinnen und Schüler mit altersgerechten informatischen Fragestellungen auseinander, spielerisch und wie selbstverständlich. Die insgesamt 37 Aufgaben stammen aus 20 Ländern, neben Deutschland unter anderem aus Brasilien, Griechenland, Neuseeland, Portugal, Puerto Rico und Zypern.

Teilgenommen haben 580.960 Kinder und Jugendliche an deutschen Schulen im In- und Ausland. Um die 187 davon entsandte die Eichendorffschule in den Wettbewerb. Sie ist damit eine der teilnahmestärksten Grundschulen bundesweit und wird für dieses besondere Engagement mit einem Preis ausgezeichnet.

 

Positive Bilanz

Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe (BWINF) als Veranstalter ziehen eine positive Bilanz: Die Teilnahmezahl bedeutet erneut einen Rekord und gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um rund 7 Prozent. Beim Blick auf den Mädchenanteil zeigt sich: Der Biber ist ein Informatik-Wettbewerb mit annähernder Geschlechterparität – der Anteil der Mädchen liegt bei rund 45 Prozent*. Diese erfreulichen Ergebnisse sind insbesondere dem großen Engagement der Lehrkräfte zu verdanken.

* Bei der Berechnung von Geschlechteranteilen werden Teilnehmende ohne Angabe zum Geschlecht nicht berücksichtigt.

 

Auszeichnung für besonderes Engagement

Insgesamt haben sich 403 Grundschulen und 25.971 Kinder in der jüngsten Altersgruppe (3./4. Klasse) des Informatik-Biber 2025 beteiligt, knapp 25% mehr als im Vorjahr und neuer Rekordwert. Eichendorffschule ist eine von 43 Grundschulen, die mit 120 und mehr Schülerinnen und Schülern dabei waren. Für dieses Engagement wird die Schule von BWINF ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld in Höhe von 100 Euro.

 

Wir danken der Eichendorffschule, allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern und insbesondere den verantwortlichen Lehrkräften für ihr großartiges Engagement anlässlich des diesjährigen Informatik-Biber. Der Wettbewerb hat das Ziel, junge Menschen für Informatik zu begeistern. Mit der herausragenden Teilnahmezahl wurde dieses Ziel an der Eichendorffschule mehr als erfüllt“, erklärt BWINF-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Pohl. „Wir sind stolz darauf, beim Thema Informatik zu den engagiertesten Grundschulen im Bundesgebiet zu zählen“, freut sich Schulleiterin Frau Hicking.

Erste Schritte in Informatik

Der Informatik-Biber weckt nicht nur das Interesse am Fach, sondern ist für viele Schülerinnen und Schüler auch der erste Schritt in der Auseinandersetzung mit Informatik. „Der Wettbewerb verlangt keine Vorkenntnisse, sondern ist allein mit logischem und strukturellem Denken zu bewältigen,“ so der BWINF-Geschäftsführer. „Dieses informatische Denken wird immer wichtiger für eine aktive Beteiligung an der modernen Gesellschaft.“ Als Breitenwettbewerb angelegt, ermöglicht der Biber zum einen die Teilnahme vieler Schülerinnen und Schüler, zum anderen dient er Lehrkräften, Eltern und auch den Kindern selbst, Begabungen zu erkennen. Auch Grundschülerinnen und Grundschüler können erfolgreich dabei sein und erste Schritte in der Informatik machen. „Talente können entdeckt und früh gefördert werden,“ betont Pohl das übergeordnete Ziel des Wettbewerbs. „Der Informatik-Biber hat seit seinem Bestehen die Begeisterung für Informatik in die Schulen, zu den Kindern und Jugendlichen und damit auch zu Eltern und Angehörigen getragen. Damit hat der Biber seinen Beitrag zur positiven Entwicklung der Schulinformatik geleistet“, so Pohl.

 

Der „Informatik-Wettbewerb für alle“ bekommt in diesem Jahr eine neue Dimension

Unter dem Motto „Der Informatik-Wettbewerb für alle“ zeigt der Informatik-Biber, dass er Kindern und Jugendlichen den Zugang zur Informatik unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen eröffnet. Erstmals konnten in diesem Jahr auch Schülerinnen und Schüler mit Sehbeeinträchtigung oder Blindheit teilnehmen. Ein Lehrer bringt es auf den Punkt: „Ich halte das Angebot für sehr wertvoll und unbedingt unterstützenswert. Es hat mich sehr gefreut, dass wir überhaupt teilnehmen konnten – vielen Dank dafür!“

 

Der Informatik-Biber 

Der Informatik-Biber ist das Einstiegsformat der Bundesweiten Informatikwettbewerbe (BWINF). Der Wettbewerb stellt die deutsche Beteiligung am „Bebras International Challenge on Informatics and Computational Thinking“ dar, der 2004 in Litauen gestartet wurde. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe (BWINF) haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Interesse an Informatik und am Programmieren zu wecken sowie Talente aufzuspüren und zu fördern. BWINF richtet dazu drei Schülerwettbewerbe aus: neben dem Informatik-Biber, den Jugendwettbewerb Informatik sowie den Bundeswettbewerb Informatik. BWINF ist für Auswahl und Teilnahme des deutschen Teams bei der Internationalen Informatik-Olympiade (IOI) verantwortlich und hat 2020 girls@BWINF gestartet, eine Initiative zur Förderung von weiblichem Informatiknachwuchs. BWINF wird unterstützt von der Gesellschaft für Informatik e.V., vom Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie und vom Max-Planck-Institut für Informatik; gefördert wird BWINF vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe sind von der Kultusministerkonferenz geförderte Schülerwettbewerbe und stehen unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

 

 

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